Arten des Jahres 2020

Reptil des Jahres 2020. Die Zauneidechse

Foto: Karl-Heinz Kuhn
Foto: Karl-Heinz Kuhn

Lacerta agilis, die Zauneidechse, ist das Reptil des Jahres 2020. Dies hat die DGHT am 5. Dezember 2019 im Rahmen einer Pressekonferenz beim Hauptsponsor Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma offiziell verkündet.

Durch das plakative Aussehen der smaragdgrünen Männchen eignet sich die nunmehr 15. Amphibien- bzw. Reptilienart des Jahres, die im Wechsel seit 2006 ausgerufen wird, ideal als attraktiver und zugleich gefährdeter Werbeträger für unsere einheimischen Kriechtiere. Es handelt sich um einen seltenen, besonders geschützten Vertreter der mitteleuropäischen Herpetofauna, der in Deutschlands mit starken Rückgängen zu kämpfen hat. Die früher allgegenwärtige Art ist aus vielen Gebieten heute verschwunden und vor allem im Norden des Landes bedroht.

In der Roten Liste für Deutschland, die zuletzt 2009 aktualisiert wurde und derzeit in Bearbeitung ist, befindet sich die Zauneidechse noch auf der sogenannten Vorwarnliste. Das bedeutet, dass sich ihre Lage in den nächsten Jahren verschlechtern könnte. In der für 2020 angekündigten Neufassung dürfte sich die Gefährdungseinschätzung daher entsprechend verändert haben. Tatsächlich wird die Zauneidechse in den regionalen Roten Listen der meisten deutschen Bundesländer schon als gefährdet oder stark gefährdet eingestuft. Doch nicht nur die Zauneidechse selbst ist bei uns streng geschützt. Da die Art im Anhang IV der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) der Europäischen Union aufgelistet wird, ist es zudem europaweit verboten, ihre Lebensräume zu beschädigen oder zu zerstören.   Quelle DGHT

     Heilplanze des Jahres 2020. Die Wegwarte

Foto: Karl-Heinz Kuhn
Foto: Karl-Heinz Kuhn

Wegwarte – heilend, schmackhaft & bienenfreundlich (Langfassung)

Die Wegwarte (Cichorium intybus) wurde durch eine Jury des Vereins NHV Theophrastus (NHV) zur Heilpflanze des Jahres 2020 gekürt. „Die Wegwarte punktet zunächst sichtbar durch ihr wunderschönes Himmelblau“, sagt Konrad Jungnickel, der Erste Vorsitzende des Vereins. „Bedeutsam ist, dass die Pflanze durch ihren wirklich zähen Überlebenswillen auch an Extremstandorten gedeiht. Diese Energie spiegelt sich in ihrer Wirkung wieder.“
Der Verein NHV Theophrastus kürt seit 2003 die „Heilpflanze des Jahres“, um das Interesse der Bevölkerung für traditionelle Heilweisen zu stärken und damit die Gleichberechtigung der Naturheilkunde neben der wissenschaftlichen Medizin zu fördern.  © NHV Theophrastus