Rückblick und Ausblick

 

 

 

Das Jahr geht wieder dem Ende zu. Es ist wieder Zeit ein Resümee zu ziehen. Der Frühjahrszug war recht gut und wir konnten einige seltenere Vogelarten beobachten. So z. B. Weißstörche, Bekassinen, Zwergschnepfen, Kiebitze, Kornweihen und einen Schwarzstorch. Kleinere Trupps Bergfinken haben im Winter mit Buchfinken vergesellschaftet nach Nahrung gesucht, besonders nach Bucheckern.

 Einige Milanhorste waren wieder besetzt, Sperber und Waldkauz haben gebrütet. Erfreulich ist, dass sich die Steinkäuze so langsam auf den Härten wieder ansiedeln. In den letzten Jahren  konnten wir sie erstmals seit Mitte der 70er Jahre auch wieder in Immenhausen, Mähringen und Wankheim beobachten bzw. verhören. Leider ist einer in ein Tornetz geflogen und hat sich dort so verfangen, dass er die Flügel mehrmals gebrochen hatte und eingeschläfert werden musste. Wir unterstützen die Wiederansiedlungsversuche durch das Anbringen von sog. Steinkauzröhren in den Streuobstwiesen.

 Auch nach Gomaringen wollen wir  diese kleine Eule mit dem Angebot von Nistmöglichkeiten locken.

 Wenn Sie nicht möchten, dass solche Brutröhren auf einem ihrer Bäume angebracht wird verstän-digen Sie uns bitte, wir entfernen sie dann wieder (Hinweiszettel hängt am Baum)!). Der Steinkauz brütet früh im Jahr und ist während der Obsternte kein Behinderung mehr. Es wäre ein toller Erfolg, wenn er bei uns wieder heimisch wird. 

 Weitere Problemvögel innerhalb des Ortsbereiches sind die Mehlschwalbe und der Mauersegler. Besonders der Mauersegler verliert durch Sanierungsarbeiten (Dämmung) an hohen Häusern seine Brutnischen. Er ist ein faszinierender Vogel, denn er verbringt fast sein ganzes Leben in der Luft. Er fliegt im Jahr etwa 190.000 km, kann in der Luft schlafen und sich paaren. Sein Nistmaterial fängt er ebenfalls in der Luft. Auf dem Boden ist er hilflos und muss meistens wieder in die Luft geworfen werden. In Gomaringen – schwerpunktmäßig im Schloss-Schulbereich – konnten wir dieses Jahr fast 20 neue Nisthilfen anbringen. Sechs davon nach Rücksprache mit Herrn Hess auch am neuen Dienstleistungsgebäude. Nochmals besten Dank. Gomaringen entwickelt sich damit zu einem Hotspot für Mauersegler. Weitere Standorte warten noch auf die Freigabe. Da Mauersegler keinerlei Verschmutzung verursachen sind sie angenehme Mitbewohner. So sind frei anfliegbare Giebelfenster (Bühnenfenster) ideale Standorte für die Nisthilfen.       

 Bei den Mehlschwalben können wir nach der diesjährigen Zählung in Mähringen erfreulicherweise feststellen, dass seit 2007 der Bestand dank der künstlichen Nisthilfen gleich geblieben ist – nur noch 11 Naturnester -. Die durchschnittliche Abnahme der Populationen im Land liegt bei 40 %. Die Zählung in Jettenburg muss noch ausgewertet werden.

 Die Überraschung war groß, als aus dem Turmfalkenkasten, der mitten in Kusterdingen an der „Ölmühle“ unmittelbar neben dem Rathaus angebracht wurde, dieses Frühjahr plötzlich junge Turmfalken den Bürgermeister begrüßten. Es ergaben sich mehrere Wochen lang aus nur wenigen Metern Entfernung interessante Beobachtungen, ohne dass die Tiere gestört wurden.

Trotz des trockenen und warmen Sommers entwickelten sich die zu pflegenden Biotope recht gut. Einige der flache Himmelsteiche fielen allerdings wieder trocken. Teilweise mussten Kaulquappen vor dem Vertrocknen gerettet werden. Besonders gut entwickelt sich das neue Feuchtbiotop in Gomaringen. Wir konnten dort 9 verschiedene Libellenarten feststellen, auch zahlreiche Schmetter-lingsarten wie den Schillerfalter. Der Lebensraum wird noch weiter gestaltet.

 Auf den Halbtrockenrasen – vor allem am Hang an der Kreisstraße von Immenhausen nach Stockach - flogen zahlreiche Schmetterlingsarten. Auch die Zauneidechse und Blindschleichen waren gut vertreten.     

 Eine Katastrophe war die Rodung eines Gehölzstreifens von bis zu 10 m Breite an dem Parkstreifen der Kreisstraße nach Stockach. Hierdurch wurde der Lebensraum der Nachtigall und des Gelbspötters so stark beeinträchtigt, dass beide Arten dort verschwunden sind. Das Landratsamt wurde informiert.

 Weitere Informationen über die Entwicklung der Lebensräume dann nächstes Jahr und es wäre toll, wenn das eine oder andere Mitglied sich für ein paar Stunden an den Pflegemaßnahmen beteiligen würde, um unsere biologische Vielfalt zu erhalten.

 

Allen Helfern, ihren Familienangehörigen, Spendern und Gönnern gilt unser herzlicher Dank. Der Vorstand wünscht allen ein ruhiges und gesegnetes Weihnachtsfest sowie Gesundheit und alles Gute für das neuen Jahr.

 

                                                                    Für den Vorstand: H. Mohr

 

 

 

Aktivitäten 2020

Zum vergrößern auf das Bild Klicken

Veranstaltungen und Exkursionen

Leider sind bis Juli alle geplanten Exkursionen auf Grund der" Corona Pandemie" abgesagt oder verschoben worden.

Arbeitseinsätze

Gehölzpflege Graben Fotos: K-H Kuhn
Gehölzpflege Graben Fotos: K-H Kuhn

Gehölzplegeeinsatz  15. Februar am Graben Immenhausen-Stockach.

Gehölzpflege Fotos: K-H Kuhn
Gehölzpflege Fotos: K-H Kuhn

Weiden auf den Kopf setzen Und kleinere Rückschnitte .

Gehölzpflege Graben Fotos: K-H Kuhn
Gehölzpflege Graben Fotos: K-H Kuhn

Es fiel wieder eine Menge an Holz an.

Gehölzpflege Hang Stockach Fotos: K-H Kuhn
Gehölzpflege Hang Stockach Fotos: K-H Kuhn

Erster Gehölzplegeeinsatz am Hang Immenhausen-Stockach. Es fiel wieder eine Menge an.

18.01.2020